Wir haben es wirklich versucht

 

 

Anlässlich der Kundgebungen zum 1.Mai 2013 hat die Initiative "Neue Wege für Flöz Dickebank" die Chronik der Privatisierung unserer Siedlung zusammen gestellt:

 

 

 

 

 

 

 

Februar 2012:

  • Die Bewohnerinnen und Bewohner der Siedlung „Flöz Dickebank“ erfahren davon, dass der Verkauf der Siedlung von der Deutschen Annington (DA) an Häusser-Bau GmbH (HB) unmittelbar bevor steht.
  • Kontaktaufnahme mit der DA. Einberufung einer Mieterversammlung.

 

März 2012:

  • Mieterversammlung.
  • Die Mieterinitiative „Neue Wege für Flöz Dickebank“ hat sichgegründet. Verhandlungen mit DA über eine Verlängerung desbestehenden Moratoriums. Der Verkauf wird verschoben.

 

April 2012:

  • Demonstration gegen den Verkauf in der Siedlung bei großem Medieninteresse. Nochmaliger Aufschub des Verkaufs um einen Monat.

 

Mai 2012:

  • Teilnahme an der 1. Mai-Kundgebung des DGB. Große Unterstützung von Institutionen, Gewerkschaften und politischen Parteien (außer der FDP). Die nationale und internationale Käufersuche hat Erfolg; ein Schweizer Konsortium zeigt ernsthaftes Interesse, braucht aber 6 Monate Zeit. DA und HB lehnen einen neuerlichen Verkaufsaufschub ab. Die Stadt Gelsenkirchen kann nach Gutachtenerstellung die Siedlung nicht kaufen. NRW Bauminister Voigtsberger kann keine Unterstützung geben.

 

Juni 2012:

  • Der Verkauf ist besiegelt. Ab dem 1. September 2012 wird HB neuer Eigentümer der Siedlung sein. Die Enttäuschung ist groß, wir geben nicht auf. Aus 5 Sozialchartas von großen deutschen Wohnungsunternehmen wird eine Sozialcharta für die Siedlung „Flöz Dickebank“ erstellt. Kontaktaufnahme mit dem NRW Bauministerium.

 

Juli 2012:

  • Der neue NRW Bauminister Groschek kündigt seine Unterstützung an.Die Mieterinitiative fordert einen „Runden Tisch“ und eine neue Sozialcharta um die Mieter vor Verdrängung und sozialen Ungerechtigkeiten zu schützen.

 

August 2012: 

  • Bauminister Groschek besichtigt die Siedlung und lädt anschließend zum „Runden Tisch“ ins Heini-Wettig-Haus ein. Zusicherung einer Förderung durch das Land NRW für Sozialplaner/in und Quartiersarchitekt/in.

 

Sept. 2012:

  • Der Streit wegen der Nachzahlungsforderung mit der ehemaligen Siedlungsbesitzerin DA bei der Berechnung der so genannten„Baumbruchsicherungssichtung“ ist zu unseren Gunsten beigelegt.

 

Okt. 2012:

  • Die Verhandlungen über die „Neue Sozialcharta für Flöz Dickebank“ (SC) gestalten sich schwierig, da HB einige Passagen der SC nicht anerkennen will. Die Ausschreibung für die Prozessbegleitung mit Kriterien für den/die Sozialplaner/innen und den/die Quartiersarchitekt/innen durch die Stadt Gelsenkirchen ist auf den Weg gebracht.

 

Nov. 2012:

  • Der Deutsche Mieterbund, vertreten durch den Mieterverein Gelsenkirchen, macht auf rechtliche Lücken in der Sozialcharta hinsichtlich „Einliegerwohnungen“ und rechtliche Mieternutzung der Gärten aufmerksam.

 

Dez. 2012:

  • Die Sozialcharta wird von uns nochmals überarbeitet und HB zugesandt.

 

Jan.2013:

  • Die Verhandlungen über die Sozialcharta laufen weiter. Mieter werden auf einer Versammlung informiert. Zwei Sozialplaner und eine Quartiersarchitektin nehmen ihre Arbeit auf.

 

Februar 2013:

  • Abstimmungsgespräch beim Stadtdirektor der Stadt Gelsenkirchen unter Beteiligung der Mieterinitiative, Denkmalschutzbehörde, Stadtteilbüro Südost und Vertretern der Fa. HB zur SC und zu Details des Denkmalschutzes, sowie der Gestaltungssatzung „Flöz Dickebank“.

 

März 2013:

  • Die „Neue Sozialcharta Flöz Dickebank“ ist mit den Forderungen der Initiative zur Verbesserung der Schutzrechte der Mieter bei Härtefällen, des lebenslangen Wohnrecht für RAG-Berechtigte und Weiternutzung der Mietergärten unterschriftsreif. Der DGB hinterfragt unsere Teilnahme an der Mai-Kundgebung. Wir beteiligen uns.

 

März 2016:

 

  • Zwischenzeitlich wurden ca. 15 % des Wohnraums in der Siedlung privatisiert. Kein Riesenerfolg für die Siedlungseigentümerin wenn man bedenkt, dass derweil 3 Jahre vergangen sind. 


Die Flagge von Gelsenkirchen  mit dem Wappen unserer Stadt


Zeche Alma, Schacht 5  und Zeche Rheinelbe

in Gelsenkirchen Ückendorf.

Für die Kumpels dieser beiden Zechen wurde um 1870 unsere Siedlung gebaut


Zeche Alma, Schacht 5  - Zur Verfügung gestellt aus der Sammlung von Volker Bruckmann
Zeche Alma, Schacht 5 - Zur Verfügung gestellt aus der Sammlung von Volker Bruckmann
Zeche Alma - Abriss des Forderturms.  Gefunden in Gelsenkirchner Geschichten, aus Ruhrkohlezeitung von 1980
Zeche Alma - Abriss des Forderturms. Gefunden in Gelsenkirchner Geschichten, aus Ruhrkohlezeitung von 1980

Wetterschacht um 1930. Gefunden auf Gelsenkirchener Geschichten
Wetterschacht um 1930. Gefunden auf Gelsenkirchener Geschichten
Zeche Rheinelbe ca 1906. Gefunden in Gelsenkirchener Geschichten
Zeche Rheinelbe ca 1906. Gefunden in Gelsenkirchener Geschichten