Schadensersatzansprüche

Foto:   pixabay.com
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Mieterzeitung 3/2018

Ein Vermieter kann sofort Schadensersatz wegen einer Schädigung der Mietsache fordern, ohne dem Mieter vorher eine Frist zur Beseitigung der Schäden gesetzt zu haben, entschied der Bundesgerichtshof (BGH VIII 157/17). Nach Beendigung des Mietverhältnisses hatte der Vermieter Schadensersatz in Höhe von 5.171 Euro gefordert wegen eines vom Mieter zu verantwortenden Schimmelbefalls in mehreren Räumen, wegen mangelnder Pflege der Badezimmerarmaturen und eines Lackschadens an einem Heizkörper sowie wegen eines daraus resultierenden fünfmonatigen Mietausfalls.

 

Der Bundesgerichtshof bestätigte den Schadensersatzanspruch des Vermieters. Beruht die Beschädigung der Mietsache darauf, dass der Mieter die Wohnung nicht schonend und pfleglich behandelt hat, kann der Vermieter nach seiner Wahl entweder Schadensbeseitigung oder Schadensersatz, das heißt Geld, fordern. Der Vermieter muss keine Frist zur Schadensbehebung setzen. Anders, wenn der Mieter seine Pflicht zur Vornahme von Schönheitsreparaturen gar nicht oder nur schlecht erfüllt hat. Dann muss der Vermieter seinem Mieter grundsätzlich die Gelegenheit geben, die notwendigen Schönheitsreparaturen durchzuführen. Er muss eine entsprechende Frist setzen.